Obstipation

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Verstopfung

Eine Verstopfung im medizinischen Sinne (=Obstipation) besteht erst dann, wenn man über längere Zeit nur 1 - 2 mal pro Woche zur Toilette kann und der Stuhl sehr hart ist. Der Bereich des Normalen, bewegt sich zwischen 2 mal täglichem Stuhlgang und allen 2-3 Tage.

Eine der wesentlichen Ursachen für Darmträgheit in unseren Industrieländern ist die ballaststoffarme Ernährung und mangelnde Bewegung. Aber auch Stress, mangelnde Flüssigkeitszufuhr, ständiger Gebrauch von Abführmitteln, eine Änderung der Lebensgewohnheiten (Reisen, Bettruhe) oder die Einnahme von Medikamenten können Gründe sein.

Um die Darmtätigkeit anzuregen gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  1. Ballaststoffreiche Ernährung:
    Sie können durch Vollkornprodukte (z.B. Müsli, diverse Brotsorten), Gemüse, Obst und H& uuml;lsenfrüchte ihre Ernährung sinnvoll ergänzen. Die darin enthaltenen Quell- und Füllstoffe (das sind unverdauliche Pflanzenfasern mit hohem Wasserbindungsvermögen) sorgen für zügige Darmentleerung.

  2. Ausreichendes Trinken:
    Manchmal kann man schon damit eine Normalisierung der Darmtätigkeit erreichen. 2-3 Liter am Tag verhindern ein zu starkes Eindicken des Stuhls. Oft ist auch ein Glas Wasser, das morgens auf nüchternen Magen getrunken wird, hilfreich.

  3. Bewegung:
    Verdauungsspaziergänge, leichte Gymnastik, Radfahren oder Schwimmen unterstützen die Verdauung, weil dadurch die Darmmuskulatur angeregt wird.

  4. Wird der Stuhlgang unterdrückt, bewegt sich der Stuhl wieder in den Dickdarm zurück, wo er weiter eingedickt wird. Häufiges Unterdrücken kann zu Verstopfung führen, da der Entleerungsreiz für den Darm verloren geht. Deshalb ist es wichtig, bereits bei leichtem Stuhldrang zur Toilette zu gehen, auch wenn es zeitlich mal gerade nicht so gut passt.

Unterstützung aus der Apotheke:

  1. Auf natürliche Weise können Sie den Darm mit pflanzlichen Ballaststoffpräparaten wie Weizenkleie, Leinsamen oder Flohsamen unterstützen. Ganz wichtig dabei ist, dazu viel Flüssigkeit zu trinken, damit diese Mittel auch quellen können.

  2. Milchzucker oder Lactulose - Sirup fördern ebenfalls auf milde Weise den Verdauungsprozess. (Nicht bei Milchzuckerunverträglichkeit verwenden!).

  3. Klistiere und Suppositorien enthalten Glycerin, Sorbit, Bisacodyl oder setzen Kohlendioxid frei. Sie wirken schnell und schonend, und sind teilweise auch für Kleinkinder geeignet.

  4. Abführmittel:
    Häufig eingesetzt werden pflanzliche Präparate aus Aloe, Sennes, Faulbaum oder Rhabarber. Es gibt sie als Tabletten, Tropfen, Teemischungen und Instanttees. Sie sind in jedem Fall nur für den Kurzzeitgebrauch geeignet, bei akuter Verstopfung. Obwohl häufig als „natürlich“ und „rein pflanzlich“ angepriesen, ist der Langzeitgebrauch problematisch, weil dadurch wiederum selbst Darmträgheit hervorgerufen wird. Dies führt oft dazu, daß der Betroffene erneut zu Abführmitteln greift und so in einen Teufelskreis gerät.
    Solche Abführmittel sollten Schwangere und stillende Mütter nicht anwenden, da Frühgeburten ausgelöst werden können, bzw. beim Säugling Durchfall auftreten kann.
    Ferner stehen derartige Abführmittel neuerdings im Verdacht, bei Dauergebrauch krebserregende Wirkung zu haben.

  5. Glaubersalz und Bittersalz sind ebenfalls nur für die kurzfristige Anwendung zu empfehlen, da bei dauerndem Gebrauch auch hier Nebenwirkungen zu erwarten sind. Vor allem Patienten mit Bluthochdruck wird zur Vorsicht geraten.

  6. Rizinusöl sollte nicht zu hoch dosiert werden, da es sonst recht drastisch wirken kann. Man bevorzugt heute Präparate in Kapselform, welche in niedriger Dosierung gut verträglich und nebenwirkungsarm sind.

Wir empfehlen Ihnen, bei Verstopfung vor allem auf die milderen Mittel und Ballaststoffe zurückzugreifen, und Abführmittel nur kurzzeitig anzuwenden. Bei länger andauernder Obstipation raten wir Ihnen,den Arzt aufzusuchen.

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