Diabetes

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Was ist Diabetes (Zuckerkrankheit)?

Der Begriff Diabetes mellitus (=süße Harnflut) bezeichnet eine Gruppe von Stoffwechselstörungen, bei denen erhöhte Blutzuckerwerte durch (vollkommenen oder teilweisen) Insulinmangel auftreten.

Bei Insulinmangel ist die Zuckerverwertung gestört. Der Blutzucker steigt über den Normalbereich von 90 mg (nüchtern) und 140 mg (nach Mahlzeiten) je 100 ml Blut an. Ab einer Konzentration von 180 mg in 100 ml Blut wird Zucker über die Niere im Urin ausgeschieden, wobei häufig die Harnmenge ansteigt. Die Ausscheidung von Zucker im Urin bedeutet den gleichzeitigen Verlust von Wasser und Mineralstoffen.

Bei der Zuckerkrankheit produziert die Bauchspeicheldrüse gar kein (oder nur wenig) Insulin oder das Insulin kann aus verschiedenen Gründen nicht zur Wirkung gelangen.

Welche unterschiedlichen Diabetes-Typen gibt es?

Zwei hauptsächliche Diabetes-Typen sind zu unterscheiden:

  • Typ-I-Diabetes

    ("Jugendlicher Diabetes"), dem eine Schädigung der insulinproduzierenden Inselzellen der Bauchspeicheldrüse zugrunde liegt. Es wird kein Insulin mehr gebildet und freigesetzt, d. h. es liegt ein absoluter Insulinmangel vor. Hier muss das fehlende Insulin in jedem Fall von außen ersetzt werden.
  • Typ-II-Diabetes

    ("Erwachsenen-Diabetes"), bei dem noch Insulin von der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Es wird jedoch zu wenig freigesetzt, um den Bedarf des Körpers zu decken, d. h. es liegt ein relatives Insulindefizit vor. Dieser Diabetes tritt meist nach der Lebensmitte bei übergewichtigen Menschen auf und beginnt schleichend.
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    Wie kann die Zuckerkrankheit behandelt werden?

    Ein Behandlungsschema wird in jedem Fall Ihr behandelnder Arzt erstellen, je nach Typ und Schweregrad des festgestellten Diabetes.

    Beim Typ-I-Diabetiker stellt die Substitution von Insulin die einzige Behandlungsmöglichkeit dar. Das Insulin wird subcutan verabreicht, d. h. es wird in das Unterhautfettgewebe gespritzt, von wo aus es innerhalb von Stunden in das Blut resorbiert wird und seine Wirkung entfalten kann. Mit dieser langsamen aber kontinuierlichen Insulinabgabe aus dem Gewebe in den Kreislauf erhält man auf einfache Weise die für die Praxis notwendige Wirkdauer.

    Beim Typ-II-Diabetes, der in der Regel mit Übergewicht einhergeht oder dadurch verursacht wird, steht die Gewichtsreduktion durch eine Beschränkung der Kalorienzahl, die gleichzeitig die Bauchspeicheldrüse entlastet, im Vordergrund. Diät, in erster Linie in Form der reduzierten Energiezufuhr bei Übergewicht, lässt zusammen mit vernünftiger körperlicher Bewegung (sie verbessert die Insulinwirksamkeit) das Rad der Erkrankung zurückdrehen.

    Darüber hinaus haben Diabetiker dieses Typs auf die Fettzufuhr zu achten.

    Bei ihnen ist der Diabetes in der Regel mit Störungen des Fettstoffwechsels verbunden, der sich in der Vermehrung von Fetten (Triglyceriden) und Cholesterin im Blut auswirkt.

    Diese Faktoren begünstigen die Entwicklung der Arteriosklerose und erhöhen ganz wesentlich das Risiko eines Herzinfarktes. In vielen Fällen ist die Ernährungsbehandlung nicht ausreichend, sodass die Behandlung mit Tabletten, bzw. mit der Gabe von Insulin kombiniert werden muss. Auch dann ist die Diät jedoch wichtigste Behandlungsmaßnahme und kann nicht gelockert oder gar weggelassen werden.

    Mit Zimt gegen Diabetes?

    Zimt ist uns in erster Linie als duftendes, weihnachtliches Gewürz für Süßspeisen bekannt. Es erscheint daher im ersten Moment merkwürdig, dass gerade er gegen hohen Blutzucker und Insulinresistenz wirken soll.

    Zimt gehört zu den ältesten Gewürzen der Welt. Insgesamt gibt es zwei Sorten. Der Ceylon-Zimt gilt auch als der „echte“ Zimt und ist eine immergrüne auf Sri Lanka beheimatete Baumart. Die uns bekannten Zimtstangen oder das Zimtpulver sind die getrocknete Rinde des Baums. Eine zweite Sorte ist der Cassia-Zimt, auch chinesischer Zimt genannt. Beide Arten werden auch arzneilich verwertet.

    Im medizinischen Bereich wird Zimt unter anderem in Form von diätetischen Nahrungsergänzungsmitteln für Typ-II-Diabetiker eingesetzt. Sie sollen den Blutzucker senken, die gestörten Stoffwechselfunktionen verbessern und die Freisetzung des Hormons Insulin erhöhen. Bisherige Studien zur Wirkung von Zimt zeigen allerdings unterschiedliche Ergebnisse. Teilweise beeinflusst Zimt den Blutzuckerspiegel von Typ-II-Diabetes-Patienten positiv und teilweise nicht.

    Eine Studie von 2012 untersuchte beispielsweise die Wirkung von Zimt bei Typ-II-Diabetes. Die Forscher konnten hier eine deutliche Senkung der mittleren Glukosewerte beobachten und schlossen daraus auf den vielversprechenden Einsatz von Zimt zur Blutzuckerkontrolle. Auch in anderen Studien konnten im Zusammenhang mit Zimt niedrigere Blutzuckerwerte sowie auch ein niedrigerer Blutdruck beobachtet werden. In klinischen Humanstudien wurde auch eine insulinähnliche Wirkung von Zimt gezeigt. Ebenso konnte ein positives Potenzial für Patienten mit Insulinresistenz festgestellt werden. Trotz dieser Erfolge ergaben wieder andere durchgeführte Studien keine signifikanten Unterschiede bei der Wirkung auf den Blutzuckerspiegel durch die Zugabe von Zimt.

    Auch wenn die Ergebnisse der Studien insgesamt etwas widersprüchlich sind, sie zeigen dennoch, dass Zimt durchaus in der Lage ist, die Glukoseaufnahme zu erhöhen. Die mit Zimt erzielten Effekte entsprechen den auch in der Therapie des Typ-II-Diabetes eingesetzten Antidiabetika. Derzeit allerdings nicht bekannt ist, ob Zimtpräparate zu Nebenwirkungen führen können. Dies gilt insbesondere bei einer längeren Einnahme. Es gibt hier Hinweise auf das Risiko einer Unterzuckerung, wenn sie zusammen mit anderen blutzuckersenkenden Medikamenten eingenommen werden. Besprechen Sie daher in jedem Fall vor der Einnahme mit Ihrem Arzt, inwiefern sich Nahrungsergänzungsmittel mit Zimt speziell in Ihrem persönlichen Fall eignen.

    Worauf müssen Sie als Diabetiker besonders achten?

  • Diät ist die wichtigste Behandlungsmaßnahme. Die zeitliche Abstimmung zwischen Nahrungsaufnahme und Wirkung blutzuckersenkender Medikamente, die der Arzt festgelegt und verordnet hat, sollte unbedingt eingehalten und nicht eigenmächtig verändert werden.
  • Als Diabetiker sollten Sie täglich 5-6 kleinere Mahlzeiten zu sich nehmen.
  • Muss ein Diabetiker wegen einer anderen Erkrankung noch weitere Arzneimittel einnehmen, so sollte er dies in jedem Falle nur nach Rücksprache mit dem Arzt oder Apotheker tun. Es gibt viele Arzneimittel, die die Wirkung von Diabetes-Tabletten verstärken oder abschwächen. Auch gibt es verschiedene Arzneimittel, die wegen ihres Zucker- oder Alkoholgehaltes für Diabetiker nicht oder nur bedingt infrage kommen.
  • Jeder Diabetiker sollte auf optimale Fußpflege achten und bequem sitzendes Schuhwerk tragen, da eine Folgeerscheinung des Diabetes eine Durchblutungsstörung vor allem der Beine ist. Der Organismus des Diabetikers ist gegenüber allen Unregelmäßigkeiten der Lebensführung empfindlicher als dies bei Gesunden der Fall ist.
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    Er verträgt Fasten und Feste schlechter als Stoffwechselgesunde. Die Gefährdung durch Gefäßerkrankungen macht die Beobachtung der übrigen Risikofaktoren dringlich: Fettstoffwechselstörungen und Bluthochdruck sind entsprechend zu behandeln. Eine dauerhaft gute Stoffwechseleinstellung (=normale Blutzuckerwerte) machen den Diabetiker zum "bedingt" Gesunden und verhüten das Auftreten von Komplikationen.

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