Arzneimittel in der Schwangerschaft

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80 - 90 % aller Frauen nehmen während der Schwangerschaft irgendein Arzneimittel zu sich. Schließt man auch solche Präparate ein, deren pharmakologische Wirkung nicht sicher erwiesen ist, die aber deshalb nicht frei von Nebenwirkungen zu sein brauchen, so bleibt nur ein sehr geringer Anteil von Frauen, die in dieser Zeit ohne Arzneimittel auskommen. Die Wahrscheinlichkeit ist daher sehr hoch, daß die befruchtete Eizelle sowie Embryo und Fetus von Arzneimitteln beeinflusst werden können.

Jeder Entscheidung, ein Arzneimittel in der Schwangerschaft anzuwenden muss eine sorgfältige Risikoabwägung vorausgehen. Es muss bedacht werden, dass auch die Krankheit, wegen der das Arzneimittel angewendet werden soll, eine Schädigung des Kindes verursachen kann. Diese Entscheidungen gehören jedoch unbedingt in ärztliche Hand.

Besondere Zurückhaltung ist bei der Anwendung von Arzneimitteln in der Frühschwangerschaft, d. h. in den ersten drei Monaten geboten.

Welche Beschwerden treten besonders häufig auf und was können Sie dagegen tun?

  1. Schwangerschaftserbrechen

    Im Allgemeinen wird man bei leichterem Schwangerschaftserbrechen versuchen, durch psychische Beeinflussung, autogenes Training, Anwendung von Homöopathika oder von Vitamin B 6 eine Besserung zu erreichen.

  2. Sodbrennen

    Auch hier ist es ratsam, die Anwendung von Medikamenten gegen Magenübersäuerung auf das unbedingt notwendige Maß zu begrenzen. Bei Beschwerden sollten Sie, soweit möglich, auch von diätetischen Maßnahmen wie z. B. der puffernden Wirkung von Milch und Milchprodukten Gebrauch machen.

  3. Eisenmangel

    Nicht jede Schwangerschaft erfordert die Verabreichung von Eisenpräparaten. Bei einer ausgeglichenen Ernährung, z. B. mit Eisen angereicherte rote Fruchtsäfte, braucht kein Eisenmangel zu entstehen.
    Wegen der sehr lästigen Nebenwirkungen sollten daher Eisenpräparate nicht vorbeugend, sondern nur bei einem nachgewiesenen Eisenmangel verabreicht werden.

  4. Vitamine und Mineralstoffe

    In der Frühschwangerschaft wird häufig eine Unterversorgung mit Vitamin B 1 beobachtet. Im letzten Schwangerschaftsdrittel dagegen ist häufig der Bedarf an Vitamin B 1 , B 2 , B 6 und Folsäure nicht gedeckt. Dafür stehen in der Apotheke ausgewogene Präparate zur Verfügung. Ein erhöhter Bedarf besteht ebenfalls an Magnesium und Calcium. Auch hier stehen Ihnen verschiedene Präparate zur Verfügung.

  5. Schmerzmittel

    Ganz allgemein ist die Beurteilung von Nebenwirkungen eines Arzneimittels umso unübersichtlicher, je mehr verschiedene Wirkstoffe ein Arzneimittel enthält. Es ist daher während der Schwangerschaft noch mehr als sonst anzuraten, möglichst nur Monopräparate zu benutzen. Dabei dürfte nach bisherigen Erfahrungen das Paracetamol mit dem geringsten Risiko einer Schädigung des ungeborenen Kindes behaftet sein.

  6. Abführmittel

    Alle stärker wirkenden Abführmittel erregen außer der Darmmuskulatur auch die Muskulatur des Uterus. Dadurch kann vor allem gegen Ende der Schwangerschaft ein Abort ausgelöst werden.
    Unbedenklich ist dagegen die Verwendung von Füll- und Quellstoffen wie Leinsamen oder Flohsamen, sowie eine generell ballaststoffreiche Ernährung. Um einen Darmanregenden Effekt zu erzielen, sollten Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Auch eine rektale Anwendung von Glycerinzäpfchen ist im Allgemeinen unbedenklich.

 

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Mehr zum Thema Abführmittel und Stillzeit finden Sie hier.

 

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